What to do im Arches National Park?
Was (fast) alle tun

Direkt an der insgesamt 18 Meilen (knapp 30 Kilometer) langen Stichstraße, die in den Park hineinführt, erreicht man schon kurz nach dem Visitor Center den Startpunkt der Park Avenue, eines recht einfachen Trails (zwei Meilen = gut drei Kilometer; hin und zurück), der mitten durch rechts und links steil aufragende, braunrote Felswände führt. Die auffälligste Formation sind die Three Gossips am Ende des Trails.
Ein gutes Stück weiter wartet ebenfalls unmittelbar an der Stichstraße der Balanced Rock auf die Reisenden. Er macht seinem Namen alle Ehre. Auf einem kurzen Rundweg um die Stein gewordene Eieruhr erstaunt den Besucher, wie stark die wahrgenommene Fragilität der felsigen Attraktion vom Blickwinkel des Betrachters abhängt. Just eben hat man noch angenommen, binnen maximal zehn Sekunden würde sich der obere Teil vom unteren lösen und womöglich auf einen selbst herabfallen, da ist man fünf Meter weiter beim nächsten Augenschein geradezu enttäuscht, wie unspektakulär sich das Gebilde nun präsentiert.
Exakt am Balanced Rock zweigt der Zubringer zur Windows Section ab. Auf kurzen Wegen kann der Besucher hier zu und sogar durch riesige, oft kreisrunde Löcher (oder eben „Fenster") im roten Gestein laufen, bisweilen durch mehrere gleich hintereinander.
Ein Stück weiter entlang der Stichstraße führt eine Abzweigung zur Wolfe Ranch, von wo aus der recht beschwerliche, drei Meilen (knapp fünf Kilometer; hin und zurück) lange Trail zum Delicate Arch beginnt. Der Delicate Arch ist eines der Symbole des Staates Utah, als solcher auf den meisten Nummernschildern der dort zugelassenen Autos zu sehen ... und vor allem zum Sonnenuntergang jeden Meter des Wegs wert.
Die Stichstraße endet am Devils Garden. Hier liegt der Startpunkt für die Wanderung zur zweiten Hauptsehenswürdigkeit des Parks: Der Landscape Arch, mit einer Spannweite von 92 Metern einer der längsten Felsbögen der Erde, ist jetzt noch anderthalb Meilen (zweieinhalb Kilometer) entfernt. Wenn man ihn in seiner vollen Schönheit - und nicht etwa im grellen Gegenlicht - sehen möchte, empfiehlt es sich, die Wanderung am frühen Morgen zu unternehmen. Und es empfiehlt sich weiterhin - sofern man einigermaßen gut zu Fuß ist -, die ganzen, insgesamt gut vier Meilen (knapp sieben Kilometer) dieses Wegs bis zur Felsformation Dark Angel zu gehen und für den Rückweg den etwas längeren, so genannten Primitive Loop zu wählen.
Was besonders schön ist

- Zum einen wegen des dunkelroten Gesteins und zum anderen wegen des Spiels mit den ganz unterschiedlichen Öffnungen im Gestein sind Sonnenauf- und -untergängen im Arches National Park ein einzigartiges Schauspiel, bei dem sich der Besucher längst nicht allein auf eine abendliche Visite am Delicate Arch beschränken muss:
- Für den Sonnenaufgang bietet sich ein Areal an, in dem man mit wenigen Schritten zwischen Positionen, die schon intensive Morgenröte widerspiegeln, Stellen, an denen sich gerade ein erstes Orange zeigt, und Bereichen, in denen das frühe Licht noch gar nicht angekommen ist, wechseln kann. Nicht nur für Hobbyfotografen ein traumhaftes Erlebnis.
- Für das wohl intensivste Rot, das ein Sonnenuntergang im Südwesten der USA erzeugen kann, muss man sichin einen Bereich wagen, den man nur mit einer von den Park-Rangern ausgestellten Ausnahmegenehmigung betreten darf. Wirklich gefährlich muss dieser Bereich aber nicht sein, und mit der richtigen Taktik fällt es auch nicht schwer, die Sondererlaubnis zu bekommen. (Wie ganz generell, gilt für Sonnenauf- und -untergang auch hier: Schon eine kleine Wolkenbank zum falschen Zeitpunkt und an der falschen Stelle kann das Farbenspiel erheblich schwächen.)
- Nur rund 30 Meilen (knapp 50 Kilometer) entfernt vom Arches National Park locken zwei felsige Attraktionen, die fast überall auf der Welt Hauptdarsteller wären - nur eben nicht in unmittelbarer Nähe von Spitzenreitern der Nationalpark-Hitliste. Das aber sollte ihren Reiz keineswegs schmälern, da sie zudem noch an einer wunderschön in die Landschaft eingebetteten Straße liegen. Sie zu befahren, ist schon allein so etwas wie „Driver´s Paradise". Und: Hauptdarsteller ist ein gutes Stichwort, denn eine der beiden Sehenswürdigkeiten war in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts Kulisse für die Werbebotschaft einer Weltmarke.
