What to do entlang des Blue Ridge Parkway?
Was (fast) alle tun

Der Blue Ridge Parkway kann das am besten, wofür er von vornherein vorgesehen war: vor und neben dem Autofahrer (und allen anderen Fahrzeuginsassen) eine insbesondere im Herbst wunderschöne, von sanften Hügeln durchzogene Landschaft auftun und in rascher Folge links und rechts neben der Straße Aussichtspunkte anbieten, die jeder für sich einen Stopp wert sind, aber natürlich nicht alle angefahren werden können. Zu den schönsten Aussichtpunkten mit Blick nach Westen gehört gleich bei Meile 11 der Ravens Roost Overlook. Ein Pendant für den Blick zur anderen Seite ist Fox Hunters Paradise bei Meile 218,6.
Nicht ganz so gut geeignet ist der Blue Ridge Parkway als Ausgangspunkt für Wanderungen; dafür empfiehlt sich eher der Skyline Drive im Shenandoah National Park. Eines der Wander-Defizite entlang des Blue Ridge Parkway liegt darin begründet, dass viele seiner Abschnitte schon seit langer Zeit befahrbar sind und damit auch manches zugehörende Informationsmaterial bereits ziemlich alt ist. Nicht bei jeder Neuauflage wird jede Information überprüft. Das kann z.B. bedeuten, dass ein Aussichtspunkt am Ende eines Wanderwegs vor 20 oder 30 Jahren tatsächlich spektakuläre Blicke erlaubte - jedoch inzwischen am Abhang vor dem Aussichtspunkt die Bäume derart gewachsen sind, dass nur noch Äste und Blätter zu sehen sind. Das ist beispielsweise der Fall beim häufig noch gepriesenen, immerhin eine halbe Meile (knapp einen Kilometer; hin und zurück) langen Cumberland Knob Trail bei Meile 217,5.
Zu den relativ wenigen lohnenden Wanderungen zählen dagegen der gut eine Meile (knapp zwei Kilometer; hin und zurück) lange Trail von Harvey´s Knob bei Meile 95,4 zum Motvale Overlook mit wundervollen Blicken gen Osten und der insgesamt gut anderthalb Meilen (rund zweieinhalb Kilometer; hin und zurück) lange Weg zu den verschiedenen Aussichtspunkten auf die Linville Falls bei Meile 316,4.
Ein weiterer von vielen Reisenden gern gemachter Stopp ist bei Meile 176,2 die gut zugängliche, in den 1930er Jahren aufgegebene und mittlerweile restaurierte Getreidemühle Mabry Mill.
Nicht weit vor seinem Ende führt der Blue Ridge Parkway unmittelbar an der Stadt Asheville vorbei. Dort befindet sich mit dem Biltmore Estate die größte Privatresidenz der USA. Von den Vanderbilts erbaut, trägt das Anwesen den Spitznamen „Versailles Amerikas". Das Biltmore Estate und seine prächtigen Gärten sind zu besichtigen - allerdings nur für den, der bereit ist, rund 50 Dollar dafür zu investieren.
Viele Meilen nördlich, noch auf dem Gebiet Virginias, befindet sich bei Lexington ganz nahe am Blue Ridge Parkway, mit der Natural Bridge ein Auswuchs des frühen Tourismus, der in keinem Fall einen Besuch wert ist. Die natürliche, steinerne Brücke ist relativ unspektakulär (zumindest im Vergleich zu ihren „Schwestern" im Südwesten des Landes), nur gegen reichlich Eintrittsgeld zu besichtigen und von jeder Menge Touristennepp umzingelt.
Was besonders schön ist


- Die Strecke ist so lang, die Hinweise sind so vielfältig und gleichzeitig unübersichtlich, dass es alles andere als einfach ist, sich entlang des Blue Ridge Parkway das Schönste herauszupicken - zumal bisweilen auch noch eine adäquate Beschilderung fehlt. So fährt so mancher Reisende achtlos an einer der schönsten Kurzwanderungen und an einem der schönsten Aussichtspunkte vorbei.
- In einem Virginia-Städtchen findet man ein kleines, sehr lehrreiches Museum, dessen Thema speziell für Deutschland eine lebenswichtige Bedeutung hat.
