What to do in Denver?
Was (fast) alle tun

Der Civic Center Park mit seinen reizvollen Grünanlagen und einem am griechischen Vorbild orientierten Amphitheater ist der idealer Startpunkt für einen Streifzug durch Denver. Gerade um die Mittagszeit ist man nahezu komplett unter Einheimischen, denn die Denverites, wie sich die Bürger der Colorado-Hauptstadt nennen, treffen sich hier gern zum Lunch unter freiem Himmel - im Sommer sogar oft mit Live-Musik im Hintergrund.
Direkt an der Ostseite des Parks befindet sich das Ende des 19.Jahrhunderts erbaute State Capitol, dessen Kuppel mit sechs Kilogramm Gold überzogen ist. Noch kostbarer sind allerdings im Inneren des Gebäudes die Wandverkleidungen aus Colorado-Onyx, für deren Installation die gesamten Vorräte der einzigen Fundstätte dieses rosafarbenen Quarzgesteins verbraucht worden sein sollen. Auf der 18.Stufe des Capitol-Westeingangs steht man exakt 1.609 Meter über dem Meeresspiegel; genau hier macht die Stadt also ihrem Spitznamen „Mile High City" alle Ehre.
Nur einige hundert Meter nordwestlich beginnt die 16th Street Mall, die sich durch das Herz von Downtown ziehende Fußgängerzone mit Springbrunnen, Skulpturen, Straßencafés und Shops. In modernen Bussen kann man diese gepflegte Einkaufsstraße kostenlos rauf- und runterfahren. Doch zuvor lohnt noch ein ganz kurzer Abstecher zu zwei altehrwürdigen Gebäuden, auf die man zwischen Capitol und Mall nahe der 17th Street stößt: Das Brown Palace Hotel aus rotbraunem Sandstein bildet einen interessanten Kontrast zu den Wolkenkratzern aus Stahl und Glas im direkt angrenzenden Geschäftsviertel. Auch wenn man in dem Luxus-Hotel nicht übernachtet, so mag doch ein Gang zum Nachmittagstee lohnend sein, der im verschwenderisch eingerichteten Foyer serviert wird. Über dem Foyer öffnen sich wie die Logen eines Theaters sechs Stockwerke mit vergoldeten Geländern und ganz oben fällt der Blick auf eine lichtdurchlässige Decke aus farbigem Glas. Gleich gegenüber des Brown Palace Hotels steht das restaurierte, im viktorianischen Stil erbaute Navarre Building.
Shopping Freaks kommen entlang der 16th Street Mall unter anderem im Tabor Center mit dem beinahe 100 Meter hohen Danils & Fisher Tower unweit eines seiner Eingänge auf ihre Kosten. Der Turm war bei seiner Fertigstellung im Jahre 1911 das höchste Gebäude der USA westlich des Mississippi. Im Tabor Center warten viel Glas, Chrom, (Pflanzen-)Grün und eine Reihe recht edler Geschäfte auf den Besucher.
Gerade recht mag Manchem danach die Lower Downtown kommen, in die die 16th Street führt. Die abkürzungsverrückten Amerikaner nennen sie nur „LoDo". Das Gebiet war bis vor gar nicht langer Zeit heruntergekommen und vom Abriss bedroht. 1988 wurde der Kernteil zum Historic District erklärt und aufwändig saniert. Heute trifft der Reisende in den roten, etwa 150 Jahre alten Backsteingebäuden auf Kunstgalerien, Spezialitätenshops, Restaurants und so genannte micro breweries, in denen lokales Bier gebraut und ausgeschänkt wird. Das Zentrum der restaurierten LoDo ist der arkadengesäumte Larimer Square.
Was besonders schön ist


In Lower Downtown kann man einen Besuch in Colorados Hauptstadt, den man beispielsweise um die Mittagszeit bei einem Open Air Lunch unter Denverites im Civic Center Park begonnen hat, ebenfalls komplett unter Einheimischen bei einem ur-amerikanischen Familienvergnügen beschließen.
Wandern, Konzerte bekannter Bands besuchen und Heiraten sind die Attraktionen in einem bei Touristen wenig bekannten Felsenpark dicht an Denvers Stadtgrenze.
Nur ein gutes Dutzend Meilen weiter westwärts lockt die höchste Straße Nordamerikas.
