What to do in San Francisco?
Was (fast) alle tun

Jeder Reisende wird während seines Besuchs in San Francisco den Weg an die Piers am Golden Gate finden. Fisherman´s Wharf heißt dort der zentrale Abschnitt. Von hier fahren die Fähren und Ausflugsschiffe nach Sausalito und zur Ex-Gefängnisinsel Alcatraz, hier räkelt sich eine Seehundkolonie auf Holzplanken in der Sonne, hier befindet man sich mitten in einer Touristenfalle mit jeder Menge Kitsch und Klamauk.
Aber andererseits kann man hier auch ganz frisch zubereitete Meeresfrüchte direkt von der Herdplatte genießen, am Ghirardelli Square eine gelungene Wiederbelebung alter Lagerhäuser bewundern oder von einem der Endpunkte der Cable Car-Strecken zu einer Stadterkundung mit diesem einzigartigen Verkehrsmittel aufbrechen - am besten wie einst Michael Douglas bei seinen Einsätzen in „Die Straßen von San Francisco" auf dem Trittbrett stehend, eine Hand an der Haltestange.
Ein Muss für einen nahen Stopp auf so einer Fahrt mit einem Cable Car ist der weltbekannte, kurvige, blumenbewachsene Abschnitt der Lombard Street, die sich hier mit dem Beinamen „krummste Straße der Welt" schmückt.
Ein anderes Postkartenmotiv - allerdings weitab von den Cable Car-Strecken - ist der Alamo Square, an dem der Reisende von der richtigen Position aus eine Reihe in unterschiedlichen Pastelltönen bemalter, viktorianischer Wohnhäuser aus Holz vor der Wolkenkratzer-Kulisse der City inklusive der auf erdbebensicheren Stelzen gebauten Transamerica Pyramid betrachten kann.
Die Transamerica Pyramid passiert man auf dem Weg von der City ins italienisch geprägte North Beach - genauso einen Besuch wert wie Chinatown -, wo man schließlich den auf einer Anhöhe stehenden Coit Tower erreicht. Von diesem Turm, der an das Rohr eines Feuerwehrschlauchs und damit an die Leistungen der Fire Brigades bei den verheerenden Bränden nach dem großen Erdbeben von 1906 erinnern soll, hat der Besucher einen sagenhaften Blick über Stadt und Bucht. Zudem ist das Innere des Coit Tower mit riesigen Wandgemälden geschmückt, die das Arbeitsleben im San Francisco früherer Tage illustrieren.
Die Sehenswürdigkeit, die die meisten Menschen mit San Francisco verbinden, ist und bleibt die Gold Gate Bridge, die sich majestätisch und rostrot über die „Goldene Bucht" wölbt. Schon die Fahrt über die wohl bekannteste Brücke der Welt ist ein Erlebnis, das man mit einem Stopp auf dem Parkplatz nach ihrem Ende und einem Spaziergang zurück auf dem riesigen Bürgersteig ergänzen sollte - sofern dieser nicht gerade einmal wieder wegen Terrorgefahren gesperrt ist. Seit dem Anschlag auf das New Yorker World Trade Center im Jahre 2001 sind die Amerikaner verständlicherweise ausgesprochen vorsichtig im Umgang mit ihren Wahrzeichen.
Direkt auf der San Francisco abgewandten Seite der Brücke empfehlen sich sowohl kurze Abstecher nach Westen als auch nach Osten. Im Westen klettert eine Straße auf die Hügel am Golden Gate. Oben wartet ein phantastischer Brückenblick aus der Vogelperspektive - auch bei hereinbrechender Dunkelheit erste Wahl. In östlicher Richtung ist man nach wenigen Minuten in Sausalito, einem Ort mit Künstlercharme, der San Francisco auf der anderen Seite der Golden Gate gegenüberliegt und die entsprechenden Ausblicke erlaubt.
Bleibt er auf der über die Golden Gate Bridge führenden US 101 und befährt sie weiter nordwärts, so kommt der Reisende inklusive eines Abzweigers gen Osten nach insgesamt rund 60 Meilen (100 Kilometern) ins Napa Wine Valley, bekanntestes und bestes Weinanbaugebiet der USA. Längst können es die hiesigen Spitzenweine mit ihren Konkurrenten aus der Alten Welt aufnehmen. Weingüter wie das der Familie Mondavi, wie Opus One oder Grgich lohnen für Proben und Besichtigungen.
Besonders ungezwungen und fröhlich geht es stets bei Sattui´s zu; man spürt die italienische Herkunft der Besitzer. Ein schöner Garten lädt zum Verweilen und unmittelbarem Verköstigen von just erworbenen Speisen und Getränken ein. Gratis-Weinproben sind mit den Jahren im Napa Wine Valley rar geworden; meist hat man einen gewissen Betrag zu zahlen und darf dafür drei oder vier Weine degustieren. Etwas ungezwungener verfährt man noch im parallel gelegenen Sonoma Wine Valley.
Was besonders schön ist

- Über die wirklich wunderschöne Golden Gate Bridge fährt jeder Reisende, viele steuern den Parkplatz hinter ihr an, mancher macht sich auf den (Fuß-)Weg zurück auf die Brücke und ein paar genießen die Aussicht von den Hügeln westlich der US 101. Aber den Blick auf die Brücke aus einem ganz anderen Winkel entdeckt kaum jemand.Die Umgebung dieser Stelle ist wunderschön und liegt abseits der Touristenpfade.
- Einmal auf dem Weg über die Golden Gate Bridge ist es nur noch eine kurze Strecke bis zu einem Naturwunder aus der Pflanzenwelt, das man hier in unmittelbarer Nähe zu einer Metropole wie San Francisco nicht vermutet.
- Auch bei gutem Wetter, aber vor allem wenn der Himmel einmal grau ist über San Francisco (und das ist durchaus dann und wann der Fall), lockt ein Museum der besonderen (Erlebnis-)Art.
