What to do in Los Angeles?
Was (fast) alle tun

Filme, Kino, Stars - darum dreht sich Manches in Los Angeles (oder wie jeder Einheimische sagt: in L.A.). So ist es logisch, dass vieles Sehenswerte in der Riesenstadt damit zu tun hat. In Sichtweite der weltberühmten großen, weißen Buchstaben HOLLYWOOD, die an einem Hügel über eben jenem Stadtteil angebracht sind, beginnt z.B. der Walk of Fame. Wessen Name hier auf einem der in den Bürgersteig entlang eines Abschnitts des Hollywood Boulevard eingelassenen Sterne geschrieben steht, der hat oder hatte es geschafft, der heißt oder hieß Glenn Miller, Alfred Hitchcock, Mickey Mouse.
Die besonders Berühmten sind zudem noch vor dem Lichtspielhaus Mann´s Chinese Theatre im Zentrum des Walk of Fame auf ganz spezielle Weise verewigt: Größen wie Humphrey Bogart, Marylin Monroe, aber auch William Shatner und Leonard Nimoy, besser bekannt als Captain Kirk und Mr. Spock, haben ihre Hand- und Schuhabdrücke im (ehemals weichen) Zement des Kinovorhofs hinterlassen.
Hinter die Kulissen der Filmbranche schaut man in den Universal Filmstudios, wo man unter anderem erfährt, wie sich das Rote Meer teilen und ein Erdbeben in einer U-Bahn-Station simulieren lässt. Der Schwerpunkt liegt in diesem ausgesprochen unterhaltsamen Vergnügungspark aber eher auf Shows und High-Tech-„Fahrgeschäften", die an Kassenschlager wie „Terminator", „Jurassic Park" oder „Blues Brothers" angelehnt sind.
Nur ein paar Meilen entfernt wohnen die Stars: in Bel Air und Beverly Hills, entlang des Mulholland Drive und seiner Nebenstraßen wie Coldwater Drive oder Benedict Canyon Drive. Nicht sinnvoll ist es, von fliegenden Händlern am Straßenrand eine so genannte Star Map zu erwerben. Meist sind die Namen, die angeblich zu einigen der Anwesen gehören, von der Realität überholt oder schlichtweg ausgedacht. Durchaus Spaß macht es jedoch, langsam und entspannt die Straßen der Reichen entlang zu fahren und sich an den Villen, Palästen und den davor abgestellten Luxuskarossen zu ergötzen - ganz egal, wer nun genau wo wohnt. Dazu gehört auch ein Besuch des mondänen Einkaufsparadieses der Superreichen am Goldenen Dreieck um den Rodeo Drive.
Mondän geht es auch in Malibu im Norden von L.A. zu. Die Klientel an den dortigen Stränden unterscheidet sich deutlich vom zum Teil leicht ausgeflippten Publikum im etwas südlicher gelegenen Venice. Dort genießt man es, etwas anders zu sein, trägt Folksongs auf Rollschuhen vor oder stemmt furchterregende Gewichte am Muscle Beach direkt an der Promenade.
Den Stränden und der Küstenlinie vorgelagert ist der Channel Island National Park. Die Natur und die Parkverwaltung machen dem Reisenden den Zugang zu den fünf Inseln San Miguel, Anacapa, Santa Rosa, Santa Barbara und Santa Cruz nicht gerade leicht: Nur mit dem Schiff von Ventura aus ist der Nationalpark zu erreichen. Am beliebtesten ist das zwölf Meilen (knapp 20 Kilometer) vom Festland entfernte Anacapa, wo man auf seltene, geschützte Tiere wie Seeotter, Kormorane, Pelikane und See-Elefanten treffen kann.
Ein Muss - und das hat sich erstens auch nach vielen Jahren nicht geändert und ist zweitens völlig unabhängig vom Alter des Besuchers - ist Disneyland im nahen Anaheim. Liebevoll, immer ordentlich und sauber, spektakulär, abwechslungsreich, an einem einzigen Tag gar nicht komplett zu bewältigen und ... absolut empfehlenswert - das ist Disneyland.
Ein wunderbarer Platz für einen Abend in L.A. ist das Observatorium ganz oben auf den Hügeln des über Hollywood gelegenen Griffith Park. Dort fand im Film „... denn sie wissen nicht, was sie tun" das legendäre Mut-Autorennen zwischen James Dean und Marlon Brando statt. Ein kleines Denkmal erinnert daran. Den Blick über das nächtliche Los Angeles wird niemand vergessen, der ihn je von hier genossen hat. Zudem locken die Vorführungen im Griffith Observatorium, in denen es vor allem um die Erkundung des Weltalls geht.
Was besonders schön ist

- Schneeweiße Mauern, Schatten spendende Bäume, fast unwirkliche Stille mitten in der Stadt und ein atemberaubender Blick von oben auf den Moloch Los Angeles von den Pazifikstränden bis zu den Hollywood Hills -so eine Oase der Ruhe will erstmal gefunden sein.
- Ruhig geht es auch an einer ganz anderen Stelle in Los Angeles zu: in und an einer der ungewöhnlichsten Kirchen der Welt, die zudem auch noch in direkter Nähe eines der wohnlichsten Stadtteile von L.A. gelegen ist.
- Wer zum ersten Mal nach L.A. und an die Strände von Malibu, Santa Monica oder Venice kommt, der mag enttäuscht sein, denn zum Baden laden sie alle nicht ein. Die schönsten Strände der Gegend befinden sich woanders.
