What to do in Las Vegas?
Was (fast) alle tun

Ägypten, Neuschwanstein, New York, Monte Carlo, Paris und Venedig sind maximal zwei Meilen voneinander entfernt - das gibt es nur in Las Vegas. Man kann morgens in seinem Zimmer im pyramidenförmigen Gebäude des Casinos Luxor aufstehen, nach einem All-you-can-eat-Frühstücksbuffet für rund 10 $ an der Sphinx vorbei mit einer führerlosen Magnetbahn binnen 30 Sekunden das mit seinem Haupteingang Neuschwanstein nachempfundene Excalibur erreichen. Nach nur einer Straßenüberquerung lockt eine (teure) Achterbahnfahrt rund um das Empire State und das Chrysler Building des New York New York. Ein paar hundert Meter weiter dann vielleicht ein kurzes Roulettespiel im Casino von Monte Carlo und anschließend schräg gegenüber mit dem Aufzug hoch auf den Eiffelturm des Paris. Dann mag es früher Nachmittag sein, wenn einen der Gondoliere durch die Kanäle des Venetian bugsiert.
Diese Auswahl ist willkürlich. Noch nicht berücksichtigt hat sie z.B. die perfekte Welle in der Pool-Landschaft des Mandalay Bay, das pompöse, kunstorientierte Bellagio, die Römerwelten des Caesar´s Palace, das Mirage, in dem gefühlte 50 Jahre lang beinahe Nacht für Nacht das deutsche Illusionisten-Duo Siegfried & Roy auftrat, und und und. Man sollte sich treiben lassen, hier und da möglicherweise einen kleinen Einsatz riskieren, aber in erster Linie das Drumherum genießen. Es ist für jeden etwas dabei.
In keinem Fall aber sollte man verpassen, in der Dunkelheit entlang des Mittelteils des kurz „Strip" genannten Las Vegas Boulevard, der Hauptstraße des Glitzerns, zu flanieren - beginnend am fantastischen Ballett der Wasserfontänen, die sich vor dem Bellagio zu klassischer oder zu Pop-Musik bewegen, über den simulierten Vulkanausbruch vor dem Mirage bis zum Kampf der Segelschiffe von Sirenen und Piraten vor dem Treasure Island.
Was besonders schön ist
- Früher war Las Vegas einmal ein teures Pflaster, dann - spätestens in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts - versuchten die Macher, das Image auf Familienunterhaltung umzustellen. Die Preise, insbesondere für Hotelübernachtungen, sanken. Mittlerweile ist dieser Trend gestoppt. Exklusivität wird wieder größer geschrieben; das ist die vorherrschende, aber keineswegs absolut einheitliche Tendenz. Casinohotels wie Bellagio, Mandalay Bay, Venetian oder Wynn setzen ganz eindeutig auf die zahlungskräftige Kundschaft. In ihrem Sog haben z.B. MGM, Paris oder New York New York kräftig an der Preisschraube gedreht.
Dagegen haben sich etwa Excalibur oder Circus Circus weiterhin der „Nice Price"-Strategie verschrieben - was allerdings an der Ausstattung und am Zustand der Zimmer und an einigem mehr wiederzuerkennen ist. Es gibt aber manchen Kniff, wie man das Preis-Leistungs-Verhältnis seiner Übernachtungen in Las Vegas aufwerten kann, ohne dass man viel dafür tun muss.
- Egal, ob Preistendenzen nach oben oder nach unten zeigen, Las Vegas ist entlang seiner Hauptstraße inzwischen familienorientierter und internationaler als vor zwanzig oder dreißig Jahren. Es gibt aber auch noch das ursprüngliche Spielerparadies, das nach wie vor den Amerikanern gehört, das zwar auch aufgepeppt wurde, aber nichts von seinem etwas anderen Charme verloren hat. Zumindest wer zwei Tage in Las Vegas verbringt, sollte sich diese Alternative unbedingt gönnen.
- Hält man sich einige Tage in Las Vegas auf, so ist es durchaus sinnvoll, auch einmal über einen Ausflug in die Umgebung nachzudenken. Dafür werden in Reiseführern manche Möglichkeiten benannt; wirklich attraktiv ist dafür nur eine. Dieses Ziel ist nicht nur für einen Ausflug von Las Vegas aus geeignet, sondern auch für die Einbindung in An- oder Abreise geeignet.

