What to do in Richmond und im Historischen Dreieck?
Was (fast) alle tun

Nur in Annapolis, der Hauptstadt des Bundesstaats Maryland, ist das State Capitol noch älter, und die Berühmtheit des Architekten des Parlamentshauses ist sogar unübertroffen: In Richmond regiert man in einem 1788 nach den Plänen von Thomas Jefferson, dem Hauptverfasser der amerikansichen Unabhängigkeitserklärung und ab 1801 dritten Präsidenten der USA, fertig gestellten Gebäude. Im Inneren des Capitol befinden sich Statuen von George Washington - die einzige, für die er jemals höchstselbst Modell gestanden hat - und den anderen sieben US-Präsidenten aus Virginia.
Drei ganz unterschiedliche Museen decken ein breites Spektrum von Interessengebieten ab. Das Edgar Allen Poe Museum ist im ältesten Haus von Richmond untergebracht und beleuchtet Leben und Wirken des in der Hauptstadt Virginias aufgewachsenen Schriftstellers, der die Kriminalliteratur und auch das Genre Science Fiction entscheidend prägte (1914-16 East Main Street). Werke von Monet, Degas, Picasso, Warhol und anderen Künstlern sind im Virginia Museum of Fine Arts ausgestellt (200 North Boulevard). Während des amerikanischen Bürgerkriegs residierte Jefferson Davis, der Präsident der Südstaaten, in Richmond. Sein damaliger Amtssitz wird seitdem „Weißes Haus der Konföderation" genannt. Dieses Haus plus angrenzende, zusätzlich eingerichtete Museumstrakte kann der Reisende ebenfalls besichtigen (1201 East Clay Street).
Historisches Dreieck heißt ein Areal südöstlich von Richmond, in dem man die US-Geschichte so hautnah und lebensecht präsentiert bekommt wie sonst nirgendwo im Lande. Einer der Eckpunkte ist Jamestown, die erste von Briten gegründete, ständige Siedlung auf dem Gebiet der heutigen USA. Nahe der ursprünglichen Siedlung von 1607 wird im Freilichtmuseum Jamestown Settlement die damalige Szenerie nachempfunden - inklusive der Rekonstruktion von Schiffen, mit denen die Siedler seinerzeit nach Amerika kamen.
In Colonial Williamsburg bilden rund 80 wiederhergestellte Gebäude ein Dorf aus dem 18.Jahrhundert ab. Wie in Jamestown leben dort „Einwohner", die natürlich nichts anderes als Laiendarsteller sind, wie vor 250 Jahren. Der Reisende, der sich den Zutritt zu Colonial Williamsburg für etwa 40 Dollar gesichert hat, kann z.B. in Chownings Tavern einkehren, das Capitol unter Anleitung originalgetreu gekleideter Fremdenführerinnen besichtigen oder ganz einfach dem Hufschmied bei der Arbeit zusehen.
In Yorktown, dem dritten Ort des Historischen Dreiecks, wird der letzten Schlacht des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges im Jahre 1781 gedacht, an dessen Ende die in Yorktown belagerten Briten kapitulierten.
Was besonders schön ist

- Wer bei so viel Geschichte auch in entsprechendem Ambiente, aber zu dennoch akzeptablen Übernachtungspreisen wohnen möchte, der kann das unter anderem in einer entzückenden Bed&Breakfast-Unterkunft rund 10 Meilen (16 Kilometer) nördlich von Richmond tun.
- Wer bei so viel Geschichte immer noch etwas mehr davon vertragen kann, der kann mit einer sehenswerten Plantage ergänzen.
- Wer bei so viel Geschichte mal etwas ganz anderes tun möchte, der mag in einem nahen Freizeitpark oder in einem ebenfalls nicht weit entfernten Wasserpark die gewünschte Abwechslung finden.
