Yellowstone -
das schönste Pulverfass der Welt

1872 gründete die US-Regierung den ersten Nationalpark der Welt, den Yellowstone National Park, der zu 96 Prozent zu Wyoming und zu jeweils sehr kleinen Teilen zu Montana und Idaho gehört.
Das prägende Ereignis der Region liegt jedoch viel, viel länger zurück: Vor etwa 600.000 Jahren explodierte eine ganze Landschaft in der Mitte des heutigen Nationalparks. Binnen Minuten war die Gegend verwüstet; Asche bedeckte Tausende von Quadratkilometern. Eine schwelende Caldera war entstanden, ein zusammengebrochener Krater mit einer Grundfläche von 45 mal 75 Kilometern. Heutzutage lassen zahllose heiße Quellen, Fumarolen und Geysire erahnen, dass diese riesige Explosion durchaus nicht die letzte ihrer Art gewesen sein muss ...
Doch Yellowstone ist mehr als nur dampfender Untergrund und stiebendes Wasser. Der an der kontinentalen Wasserscheide gelegene Park umfasst raue Berge, Seen, tiefe Schluchten und riesige Wälder - und der Reisende braucht eine ganze Weile, wenn er Yellowstone zumindest zu einem guten Teil erschließen will. Ein Aufenthalt von drei Tagen sollte das Minimum sein; das ist mehr als in jedem anderen Nationalpark der USA.
Als Reisezeit für den mit Sehens- und Erlebenswertem unendlich reich gesegneten Park bieten sich vor allem die Monate Juli und August sowie gegebenfalls noch der späte Juni und der frühe September an. Von November bis Mai sind die meisten Straßen im und zum Park gesperrt, und auch in den Übergangszeiten drohen Kälte und Schnee. Schließlich liegt der Nationalpark auf rund 2.500 Metern Höhe.
