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Mesa Verde -
Klippensiedlungen im Schutz der Felswände

Mesa Verde National Park

Was sind die wichtigsten Baudenkmäler im Südwesten Colorados? Sicher keine Burgen und Schlösser. Und auch keine Kirchen oder gar Wolkenkratzer. Es sind vor rund 700 Jahren errichtete mehrstöckige, verschachtelte, aus Gestein gebaute Indianersiedlungen, die sich unter Felsüberhängen zu verbergen versuchen. Im Mesa Verde National Park sind solche cliff dwellings in reicher Zahl zu finden.

Mesa Verde (sprich: Meßa Wördi) ist spanisch, bedeutet soviel wie grüne Tafelberge und beschreibt die Landschaftsgestalt der Gegend exakt richtig. - Als die Indianer in dieser Region zu siedeln begannen, bauten sie zunächst ganz einfach Hütten auf den Hochflächen der Tafelberge. Mit der Zeit entwickelten sich daraus als Pueblos bekannte, miteinander verbundene Wohnanlagen. Und schließlich wurden diese Pueblos in den Schutz steiler Felswände verlegt. Deshalb blieb eine Vielzahl der Felswohnungen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts unentdeckt.

Bewohnt wurden die Pueblos allerdings schon seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr. Ohne jede kriegerische Auseinandersetzung hatten sich seinerzeit die Indianer aus der ganzen Region zurückgezogen. Über die Umstände sind sich die Experten nicht sicher; die Vermutungen gehen schwerpunktmäßig in Richtung einer lang anhaltenden Dürre mit ausgelaugten Böden und dem Ausbleiben jagbaren Wilds als Konsequenzen.

Anfang dieses Jahrtausends wurde der Mesa Verde National Park von einer Feuersbrunst heimgesucht. An vielen Stellen im Park trifft man zum einen noch auf die Folgen des verheerenden Waldbrands, kann zum anderen aber ebenfalls erkennen, wie überraschend schnell sich die Natur erholt und neues Leben hervorbringt. Auch das gehört zum Sehens- und Erlebenswerten im Mesa Verde National Park.