Badlands -
„schlechtes Land" in wunderschönen Farben

Wie eine riesenhafte, unterschiedlich tiefe Furche ziehen sich die Badlands durch die grasbewachsene Ebene South Dakotas. Vor Jahrmillionen ließen Binnenmeere Sedimente aus Schlamm und Vulkanasche zurück. Die Erosion durch Wind, Regen, Hitze und Frost hat mit der Zeit aus dem verhältnismäßig weichen Material bizarre Grate, Zacken, Schluchten und Gräben herausgeformt. Kein Gebiet, das man z.B. im 18.Jahrhundert leicht durchqueren konnte. Das fanden auch frühe französische Trapper, die die Gegend als „les mauvaises terres à traverser" bezeichneten. Die Amerikaner übernahmen diese Aussage als „Badlands" in ihren Sprachgebrauch.
Im farbenprächtigen Gestein der Badlands dominieren im wechselnden Licht der verschiedenen Tageszeiten mal grau, mal rot, manchmal auch purpur. Am intensivsten nimmt der Reisende diese Landschaft frühmorgens, abends oder gar bei einer Mondscheinwanderung wahr. Die Phantasie meint dann in den unregelmäßigen Geländeformen Burgen, ganze Städte oder Armeen von Kobolden zu erkennen, und das unter einem Sternenhimmel, der in der Einsamkeit der Badlands gänzlich ungestört von künstlichem Licht bleibt. So tritt das Sehens- und Erlebenswerte im Badlands National Park noch intensiver hervor.
