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Home Nationalparks & Co im Südwesten Canyon de Chelly NP
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Canyon de Chelly -
tausend Jahre alte Wohnungen im roten Fels

White House Ruin

Millionen von Jahren vergingen, bevor der Rio de Chelly (sprich: schee-i) und seine Nebenflüsse diesen Canyon in das rötliche Gestein gefräst hatten. Erst 2000 Jahre ist es dagegen her, dass sich die ersten indianischen Bewohner, die Anasazi, wegen des fruchtbaren Bodens, den sie auf dem Grund des Canyons vorfanden, hier ansiedelten. In der vor fast 1000 Jahren beginnenden Pueblo-Phase zogen die Anasazi in Klippenhäuser um, die auf Absätzen von Felswänden lagen und nur über Steigpfähle oder in das Gestein geschlagene Griff- und Trittlöcher zu erreichen waren.

Zwischen 1250 und 1300 verschwanden die Anasazi dann; Historiker sind sich heute noch nicht sicher warum, favorisieren aber anhaltende Dürre als Grund. (Der Begriff Anasazi, der soviel wie „die Alten" oder auch „die alten Feinde" bedeutet, ist übrigens mittlerweile verpönt. Man spricht jetzt von der „Ancestral Pueblo Culture".)

Es dauerte mehr als 400 Jahre, bis der Canyon mit den aus dem Norden einwandernden Navajo wieder ständige Bewohner fand. Diese wurden Mitte des 19.Jahrhunderts von der US-Armee auf blutige Art und Weise vertrieben. Heute siedeln ihre Nachfahren wieder in der so gar nicht zu Gewaltexzessen passenden Bilderbuchlandschaft, die mit einer Menge Sehens- und Erlebenswertem aufwartet, züchten Schafe und bauen Mais oder auch Melonen an.