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Bryce Canyon -
„der schönste von allen", sagen die Experten

Bryce Canyon National Park

Der früheste Ausspruch zum Bryce Canyon wird seinem Namensgeber, dem mormonischen Siedler Ebenyzer Bryce, zugeschrieben: „A hell of a place to lose a cow." So höllisch es im 19. Jahrhundert gewesen sein mag, im felsigen Irrgarten des Bryce Canyon eine entflohene Kuh zu suchen, so himmlisch stellt sich das bunte Stein-Labyrinth in heutigen Zeiten dem Besucher vor. US-Reisejournalisten wählen in jedem Jahr ihren Liebling unter den Parks des Landes. Häufigster Spitzenreiter bisher: der Bryce Canyon.

Anders als seine benachbarten „Kollegen" Grand Canyon und Zion entstand der Bryce Canyon nicht durch die fräsende Kraft von Flüssen wie dem Colorado oder dem Virgin River. Deshalb ist der zweite Teil seines Namens genau genommen falsch: Bryce ist keine Schlucht, also kein Canyon, sondern eine langsam verwitternde Kante des Colorado-Plateaus. Der Clou ist, dass das Gestein an dieser Kante zu einem Teil aus weichen Sedimenten und zu einem anderen Teil aus härterem Kalkstein, Schieferton oder Sandstein besteht. Die Folge: Mit der Verwitterung geht es nicht überall gleich schnell voran.

Zudem geben die enthaltenen Metalle dem Gestein ganz unterschiedliche Farben. Eisenoxide sorgen z.B. für Abstufungen von rot, und Mangan lässt purpurne und violette Färbungen entstehen. Das Ergebnis ist ein phantastischer Irrgarten aus schlanken Felsnadeln, mächtigen Türmen und scheinbar schwerelosen Steinbögen, lila leuchtend, gelb schimmernd oder rot glühend - je nach Gesteinsart und Tageszeit. Ein perfekter Ort für jede Menge Sehens- und Erlebenswertes.