Mount St. Helens -
von einer Sekunde zur nächsten 400 Meter niedriger

„Vancouver, Vancouver - this is it." Das waren die letzten Worte, die der Vulkanologe Dr. David Johnston am Morgen des 18. Mai 1980 von seinem Beobachtungsposten nahe des Mount St. Helens in das Mikrofon des Funkgerätes schrie. „It" war der Ausbruch des an der Grenze zwischen Washington und Oregon gelegenen Vulkans. Die Eruption und der dadurch ausgelöste weltweit größte je messtechnisch registrierte Erdrutsch forderten in der etwa 600 Quadratkilometer umfassenden „Todeszone" insgesamt 56 Menschenleben. Von einer Sekunde auf die andere war der Berg 400 Meter niedriger geworden.
Der Ausbruch des Mount St. Helens kam nicht überraschend und doch unerwartet: Über einen Zeitraum von fast zwei Monaten hatte er sich durch immer kürzer werdende Erdbebenintervalle und sich in der Bergwand auftuende Öffnungen angekündigt. Ein aus der damaligen Sicht der Behörden großzügiger Sicherheitsbereich war eingerichtet worden. Doch dann übertraf das Ausmaß der Eruption all das, was sich die Experten hatten vorstellen können, bei weitem.
Heutzutage ist der Berg ein imposantes Anschauungsobjekt für die Auswirkungen, die tief in der Erde schlummernden Kräfte hervorrufen können. Genau das ist das Sehens- und Erlebenswerte im Mount St. Helens National Volcanic Monument.
