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Hells Canyon -
die tiefste Schlucht in Nordamerika

Hells Canyon

Er ist tiefer als der Grand Canyon - aber niemand geht hin: Der Hells Canyon ist 1.700 Meter tief. Misst man vom Gipfel des an der Schlucht gelegenen He Devil Mountain, dann sind es sogar 2.450 Meter. Doch einerseits ist die Gegend im Grenzgebiet von Idaho und Oregon touristisch und infrastrukurell längst nicht so gut erschlossen wie die Hauptziele der Reisenden, und anderseits fehlen dem Hells Canyon die Weite und die vielfältigen Farbschichten des Grand Canyon. Dafür ist es hier ursprünglicher, wilder und eben weniger überlaufen.

Auf einem 60 Meilen (100 Kilometer) langen Stück hat sich der Snake River auf beeindruckende Weise im Laufe der Jahrmillionen in das Gestein gegraben und eine raue, unwegsame Canyonlandschaft mit verwitterten Basalt- und Granitwänden geformt. Vor allem im Hochsommer macht der Hells Canyon seinem Namen alle Ehre. Dann ist die Vegetation verbrannt und im Schutz der steilen Felswände herrschen bisweilen Temperaturen von bis zu 45°C. Dem Sehens- und Erlebenswerten in der Hells Canyon National Recreation Area tut das aber keinen Abbruch.