Die Rocky Mountains -
Berge, Bären, Bisons

Die US-amerikanischen Rocky Mountains erstrecken sich von der Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten im Norden bis zum Übergang von Colorado nach New Mexico im Süden. Am höchsten sind sie in Colorado; dort ragen 1.200 Berge in Höhen von über 3.000 Metern. Und doch sucht man die höchsten Berge der USA in den Rocky Mountains vergeblich. Der Spitzenreiter in dieser Kategorie befindet sich mit dem Mount McKinley (6.195 Meter) in Alaska, und der Mount Whitney (4.421 Meter), höchster Berg des zusammenhängenden Staatsgebiet der USA, kratzt viel weiter westlich am kalifornischen Himmel.
Das tut der Faszination der Rocky Mountains aber beileibe keinen Abbruch: Hier, im Gebiet der Wasserscheide Nordamerikas, wo ein Regentropfen je nachdem, ob er ein kleines Stück weiter westlich oder östlich fällt, entweder den Weg in den Pazifischen oder den Atlantischen Ozean findet, sind die Naturwunder reichlich, wunderschön und überwiegend einsam. Zu ihnen zählen mit Yellowstone der älteste Nationalpark der Erde, die Badlands oder die Tafelberge von Mesa Verde.
Generell gelten Sommer und früher Herbst als beste Reisezeiten. Dann kann man überwiegend sonniges, trockenes Wetter genießen. Davor und danach ist es leicht möglich, dass dem Besucher auf den Passstraßen noch oder schon Schnee im Wege ist. Als Faustregel gilt nämlich: Auf 150 Meter Höhenanstieg wird die Luft etwa 1°C kühler. Das sollte man vor allem in Colorado nicht außer Acht lassen, dessen Hauptstadt Denver auch „Mile-High-City" genannt wird.
North Dakota und South Dakota liegen niedriger, sind aber wie auch das riesige Montana durch ihre nördliche, von keinerlei natürlicher Barriere geschützte Lage lange Zeit des Jahres den Kälteeinbrüchen aus der Mitte Kanadas ausgesetzt. In den Dakotas und in Montana ist es fast menschenleer - aber es ist nicht so einsam wie in Wyoming. Denn Wyoming, das in etwa so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung, hat unter den US-Bundesstaaten die wenigsten Einwohner. Es sind nur 500.000. Die größte Menschenansammlung im Staate findet man während des Besucheransturms an Sommerwochenenden im herrlichen Yellowstone National Park.




Drei Wochen in den US-amerikanischen Rocky Mountains kann man z.B. ausfüllen mit dem Besuch der Reiseziele ...
- Denver mit mehr Sonne als San Diego oder Honolulu
- Glacier National Park mit Wanderungen in die Gletscherwelt
- Little Bighorn National Battlefield Monument mit der wahren Geschichte des Kampfes zwischen Weiß und Rot
- Mesa Verde National Park mit 700 Jahre alten Indianersiedlungen im Fels
- Mount Rushmore National Memorial mit Blicken auf vier große Präsidenten und in die amerikanische Geschichte
- Theodore Roosevelt National Park mit Bisonherden und vielfarbigem Gestein
- Yellowstone National Park mit brodelndem Wasser und speienden Geysiren
Die Rocky Mountains