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Der Osten -
Indian Summer & Küstencharme von Washington bis Savannah

Washington, D.C.: The White House

Die Wiege der USA steht im Osten. Hier kamen die Siedler aus Europa an. Hier wurde der Staat gegründet. Von hier aus wurde das Land in Besitz genommen - freilich auf Kosten seiner Ureinwohner.

Besonders der Bundesstaat Virginia und in die Hauptstadt Washington atmen Geschichte, aber auch Macht. Der Historie der Vereinigten Staaten näher zu kommen, ist hier bisweilen noch anregender als die Erkundung der Landschaft. Ausnahmen wie der Shenandoah National Park bestätigen die Regel.

Auch North Carolina und South Carolina warten mit dieser spannenden Mixtur auf, wobei eher die Natur im Vordergrund steht. Schließlich kombinieren diese Staaten die reizvolle Bergwelt der Appalachen und ihrem Höhepunkt, dem Great Smoky Mountains National Park, mit der wunderschönen Atlantikküste.

Im Osten ist es voller als im Westen - mehr Einwohner, größere Siedlungsdichte. Dafür gibt es hier - unverdientermaßen - viel weniger ausländische Touristen. Die Einheimischen allerdings sind reichlich unterwegs zu den Attraktionen ihrer Bundesstaaten, z.B. zum Strandurlaub in den Küstenorten oder zu den Nationalparks in den Bergen. Beide haben eine Hochsaison. An der Küste sind es logischerweise vor allem die Sommermonate Juli und August, in den Bergen ist es die Zeit der Laubverfärbung, die ihren Höhepunkt in den meisten Jahren zwischen dem 10. und dem 25.Oktober erreicht.

Kaum zu glauben: Die Ursachen dieses Phänomen sind bis heute noch nicht restlos geklärt. Man weiß, dass Laubbäume wie z.B. Ahorn in der Zeit, in der die Tage kürzer werden, Veränderungen in ihren Blattfarbstoffen auslösen. Wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphat gehen so nicht mit dem Blattfall verloren. Vor allem das grüne Chlorophyll wird abgebaut und gibt so den Blick auf die verbleibenden gelblich-roten Färbungen frei. Warum aber zusätzlich in dieser Phase ein besonders kräftiges Rot von den Bäumen neu produziert wird, und weshalb nordamerikanische Arten tendenziell eine deutlich stärkere Färbung hervorbringen als ihre europäischen Verwandten ist weiter ungewiss.

Für den Reisenden sollte das zweitrangig bleiben. Das Feuerwerk der (Blatt-)Farben ist ein auf der Welt einzigartiger Genuss, der häufig auch noch mit einer weiteren ausgesprochen angenehmen Eigenart einhergeht: Auf Grund lokaler klimatischer Besonderheiten steigt die Temperatur im Osten der USA im Oktober bei strahlend blauem Himmel oft auf über 20°C an. Die Amerikaner nennen das den „Indian Summer". Einziger Wermutstropfen: Es gibt weder eine Garantie für die hohen Temperaturen, noch lässt sich die Zeit der Laubverfärbung genau vorhersagen.

Atlantic Coast Blue Ridge Parkway Charleston

Great Smoky Mountains National Park Savannah

Shenandoah National Park Washington, D.C.

Drei Wochen im Osten der USA zwischen Washington und dem Süden Carolinas kann man z.B. ausfüllen mit dem Besuch der Reiseziele ...